Flagge von Oberschlesien (Preußische Provinz)
Hintergrundwissen
Oberschlesien wurde 1919 aus der Provinz Schlesien herausgelöst und zur eigenen preußischen Provinz mit der Hauptstadt Oppeln. Kaum entstanden, wurde um das Land gekämpft: Die Volksabstimmung von 1921 und drei polnische Aufstände endeten damit, dass das östliche Industriegebiet 1922 an Polen fiel; bei Deutschland blieb der Westen mit den Städten Oppeln, Beuthen, Gleiwitz und Hindenburg. Auch dieser Rest zählte mit Steinkohle, Zink und Stahl zu den größten Industrierevieren Europas, während der Norden um Kreuzburg landwirtschaftlich blieb. Die Bevölkerung war zweisprachig, deutsch und polnisch, und genau daran entzündete sich der Streit um die Grenze. 1938 wurde die Provinz wieder mit Niederschlesien vereinigt, 1941 erneut abgetrennt. Nach 1945 kam ganz Oberschlesien zu Polen.
Bedeutung
Die Flagge zeigt zwei gleich breite waagerechte Streifen, oben Gelb, unten Blau, und in der Mitte den Wappenschild der Provinz: auf blauem Grund den goldenen Adler, darunter Schlägel und Eisen, das Zeichen des Bergbaus. Aus diesem Wappen stammen auch die beiden Bahnen — Gold wurde zu Gelb, der blaue Schildgrund zum unteren Streifen. Die Farben grenzen Oberschlesien deutlich von Niederschlesien ab, das Weiß und Gelb führte, obwohl beide aus derselben Provinz hervorgegangen waren. Üblich war die Unterscheidung, dass die schmucklose Fassung aus den zwei Bahnen als bürgerliche Flagge diente und die hier gezeigte mit dem Wappen als Dienstflagge der Behörden.
Farben der oberschlesischen Flagge
- HEX
- #FFCC00
- RGB
- (255,204,0)
- CMYK
- (0,20,100,0)
- HEX
- #003399
- RGB
- (0,51,153)
- CMYK
- (100,67,0,40)
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