Flagge von Hannover (Preußische Provinz)
Hintergrundwissen
Hannover kam anders zu Preußen als die übrigen Provinzen: durch Eroberung. Im Deutschen Krieg von 1866 stand das Königreich Hannover auf Seiten Österreichs, siegte bei Langensalza noch einmal — und kapitulierte zwei Tage später. Preußen annektierte das Land und machte es zur Provinz mit der Hauptstadt Hannover. Der Bruch wirkte lange nach: die welfisch gesinnte Deutsch-Hannoversche Partei zog bis ins 20. Jahrhundert in den Reichstag ein. Die Provinz reichte von der Nordsee bis in den Harz und umfasste Ostfriesland, das Emsland, die Lüneburger Heide und das Weserbergland — Moor, Heide und Marsch, dazu die Häfen an der Ems und der Salzbergbau um Lüneburg. 1946 wurde aus ihr für wenige Wochen ein eigenes Land, das noch im selben Jahr in Niedersachsen aufging.
Bedeutung
Die Flagge zeigt zwei gleich breite waagerechte Streifen: oben Gelb, unten Weiß. Gelb und Weiß — Gold und Silber — waren seit dem Königreich die Landesfarben Hannovers und gehen auf die Farben des welfischen Hauses zurück, das über Jahrhunderte in Hannover herrschte. Preußen ließ der neuen Provinz diese Farben, obwohl es sie mit Gewalt erworben hatte. Auf der Flagge selbst steht kein Zeichen, nur die zwei Bahnen. Es gibt auch Darstellungen mit dem springenden weißen Sachsenross auf den Streifen; die amtliche Fassung der Provinzflagge war das nicht — das Pferd gehört ins Wappen, dem hier lediglich die Farben entnommen wurden.
Farben der hannoverschen Flagge
- HEX
- #FFCE08
- RGB
- (255,206,8)
- CMYK
- (0,19,97,0)
- HEX
- #FFFFFF
- RGB
- (255,255,255)
- CMYK
- (0,0,0,0)
- RAL
- 9010
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