Flagge von Westfalen (Preußische Provinz)
Hintergrundwissen
Die Provinz Westfalen entstand 1815 nach dem Wiener Kongress, als Preußen seine Besitzungen zwischen Rhein und Weser zu einer Verwaltungseinheit zusammenfasste — darunter das ehemalige Fürstbistum Münster, Teile des Herzogtums Westfalen und ein Flickenteppich kleiner Territorien. Hauptstadt war Münster. Der Süden wurde im 19. Jahrhundert zum industriellen Kern des Kontinents: Das Ruhrgebiet mit Dortmund, Bochum und Gelsenkirchen wuchs binnen weniger Jahrzehnte von Ackerland zur größten Bergbau- und Stahlregion Europas, während der Norden bäuerlich blieb. Diese Doppelnatur prägt Westfalen bis heute. 1946 endete die Provinz: Die britische Besatzungsmacht vereinigte sie mit dem nördlichen Rheinland zum neuen Land Nordrhein-Westfalen.
Bedeutung
Die Flagge zeigt zwei gleich breite waagerechte Streifen: oben Weiß, unten Rot. Es sind die Provinzialfarben Westfalens und zugleich die Farben seines Wappens, in dem seit dem Mittelalter das weiße Ross auf rotem Grund steht. Das Pferd gilt als Sinnbild der Region und ist bis heute im Wappen Nordrhein-Westfalens zu finden. Auf der Flagge selbst erscheint es nicht: Wie alle preußischen Provinzflaggen bleibt sie bei den reinen Bahnen, ohne Wappen oder Emblem. Darstellungen, die das Ross auf die Streifen setzen, gibt es durchaus — sie stammen aus der Heraldik und entsprechen nicht der amtlichen Fassung.
Farben der westfälischen Flagge
- HEX
- #FFFFFF
- RGB
- (255,255,255)
- CMYK
- (0,0,0,0)
- RAL
- 9010
- HEX
- #DD0000
- RGB
- (221,0,0)
- CMYK
- (0,100,100,13)
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