Flagge von Sachsen (Preußische Provinz)
Hintergrundwissen
Die Provinz Sachsen entstand 1816 aus dem, was Preußen auf dem Wiener Kongress dem Königreich Sachsen abnahm — fast die Hälfte seines Gebiets —, dazu kamen die Altmark, das Herzogtum Magdeburg, Halberstadt und das Erfurter Land. Hauptstadt war Magdeburg, verwaltet wurde in den Bezirken Magdeburg, Merseburg und Erfurt. Sie zählte zu den wohlhabendsten Provinzen des Staates: die schwarze Erde der Magdeburger Börde machte sie zur Zuckerrübenkammer Deutschlands, um Staßfurt lag der Kalibergbau, um Halle, Bitterfeld und Leuna wuchs eines der größten Chemie- und Braunkohlereviere Europas. 1944 wurde die Provinz geteilt; ihr Gebiet gehört heute überwiegend zu Sachsen-Anhalt, der Erfurter Teil zu Thüringen.
Bedeutung
Die Flagge zeigt zwei gleich breite waagerechte Streifen: oben Schwarz, unten Gelb. Es sind die alten Farben des Herzogtums Sachsen, dessen Wappen ein neunmal von Schwarz und Gold geteiltes Feld mit dem grünen Rautenkranz führt; Gold erscheint auf der Flagge als Gelb. Die preußische Provinz übernahm diese Farben von dem Land, aus dessen Erbe sie zum großen Teil gebildet worden war. Auf der Flagge selbst steht kein Zeichen, nur die zwei Bahnen. Es gibt auch Darstellungen mit dem Rautenkranz oder dem preußischen Adler auf den Streifen; die amtliche Fassung der Provinzflagge war das nicht — solche Zeichen gehören ins Wappen, dem hier lediglich die Farben entnommen wurden.
Farben der sächsischen Flagge
- HEX
- #000000
- RGB
- (0,0,0)
- CMYK
- (0,0,0,100)
- HEX
- #FFCE08
- RGB
- (255,206,8)
- CMYK
- (0,19,97,0)
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