Flagge von Grenzmark Posen-Westpreußen (Preußische Provinz)
Hintergrundwissen
Die Grenzmark Posen-Westpreußen war ein Kind des Versailler Vertrags. Als der größte Teil der Provinzen Posen und Westpreußen 1920 an das wiedererstandene Polen fiel, blieben Deutschland nur Reststücke: ein schmaler Saum im Westen Posens und die Kreise um Schneidemühl und Deutsch Krone. Sie wurden zunächst kommissarisch verwaltet und 1922 zur eigenen Provinz zusammengefasst, mit Schneidemühl — dem heutigen Piła — als Hauptstadt. Auf rund 7.700 Quadratkilometern lebten nur etwa 330.000 Menschen; die Grenzmark blieb agrarisch, arm und von ihren alten Wirtschaftszentren abgeschnitten. 1938 wurde sie wieder aufgelöst und auf Pommern, Brandenburg und Schlesien aufgeteilt. Ihr Gebiet gehört heute fast vollständig zu Polen.
Bedeutung
Die Flagge ist nicht gestreift, sondern geschacht: Sechs gleich große Felder in zwei Spalten und drei Reihen wechseln zwischen Schwarz und Weiß, am Mast oben beginnt das Muster mit Schwarz. Schwarz und Weiß sind die Farben Preußens, und in diesen Farben führten auch die Provinzen Posen und Westpreußen ihre Flaggen, aus deren deutsch gebliebenen Resten die Grenzmark entstand. Das Schachmuster hebt sie zugleich von den übrigen preußischen Provinzflaggen ab, die fast alle aus zwei oder drei waagerechten Bahnen bestehen. Beizeichen trägt die Flagge keine, nur die sechs Felder. Ein eigenes Wappen besaß die Provinz; Darstellungen, die es auf die Felder setzen, entsprechen nicht der amtlichen Fassung — die Zeichen stammen aus dem Wappen und gehören dorthin.
Farben der grenzmärkischen Flagge
- HEX
- #FFFFFF
- RGB
- (255,255,255)
- CMYK
- (0,0,0,0)
- RAL
- 9010
- HEX
- #000000
- RGB
- (0,0,0)
- CMYK
- (0,0,0,100)
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